Einführung und Prozessübersicht

Der RepRap ist ein 3D Drucker, welcher mit auf 260 grad erwärmten ABS Plastik druckt.
Das Prinzip ähnelt sehr einem Plotter mit Heissklebepistole ;-)

Er kann Objekte von bis zu 15x9cm Grundfläche drucken. Die Auflösung der einzelnen ABS Würste beträgt je nach Wunsch des generierten GCodes 0.125, 0.25 oder 0.5mm.

Der Prozess ist in etwa wie folgt

  1. 3D Objekt modellieren, z.B. mit OpenScad
  2. Objekt als STL exportieren
  3. Objekt in GCode kompilieren, z.B. mit Axon 2.0.1
  4. Optional: Raft (Bodenplatte, idR 2 Layer) aus GCode rauschneiden, z.B. mit chylld's de-rafter v2.7
    • Wir können uns erlauben den Raft zu entfernen, da wir über eine Heizplatte verfügen.
  5. Vorbereitung
    1. BFB Datei auf SD Karte kopieren und in den RepRap schieben
    2. Sicher stellen das RepRap freigeräumt ist und sich der ABS Schlauch nicht verheddern wird.
    3. Heizung (Labornetzteil: 15v / 3a) und RepRap anschalten,
    4. Menü Print File
  6. Alle 5-15 Minuten nachschauen ob und sicherstellen dass
    • der Extruder(Druckkopf) klar kommt und
    • der ABS Schlauch sich nicht verspult.
  7. Wenn der Reprap zu Ende gedruckt hat sollte man die Heizplatte via Labornetzteil ausschalten und 10 Minuten warten bevor man das Modell abnimmt, da es sich sonst verformen kann (und wird).
    • Den RepRap kann man dabei auch gleich noch ausschalten, da er sonst sinnlos viel Plastik verdruecken wird, bis ihn jemand anders mal ausschaltet…

8-) Die benötigte Software ist bereits auf dem Maxi-PC hinterlegt und kann mit dem Public Account betrieben werden.

3D Objekt modellieren und als STL exportieren (1-2)

Die Modellierung kann mittels verschiedener Programme erfolgen. Ich kenne mich atm nur mit OpenScad aus, weshalb ich nur dieses erwähne. Mit OpenScad programmiert(“beschreibt”) man sich sein zu druckendes 3D Modelll. Speichern und Refresh des 3D Previews erfolg - auch auf langsamen Rechnern nahtlos - mittels Druck auf F2.

Die Modelierungsprache selbst ist sehr einfach zu lernen, logisch aufgebaut, ermöglichst parametrisierte Funktionen und benötigt wenig Boiler Code. Das modelierte Objekt wird mittels “Compile and Render (CGAL)” und drauf folgendem “Export as STL” für Axon exportiert. Beide Menüpunkte befinden sich in OpenScad unter “Design”.

Links

Beispiele

  • Grinder
  • Baubrett

Objekt in GCode kompilieren (f. Windows) (3)

Axon 2 (Windows Frontend für Skineforge) starten, STL File öffnen, Build klicken.

Einstellungen für ersten Versuch / kurze Druckzeit / materialintensive Projekte:

  • Bei filigraneren Strukturen kann es sich empfehlen mit 0,25mm - ggf sogar - 0.125mm zu drucken.
  • Eine Halbierung der ABS Wurstdicke bedeutet eine Verdoppelung der Schichten und somit auch Druckzeit.
    • Ein Objekt das mit 0,5mm rund 30m benötigt, wird somit bei 0.25mm rund 1h, bei 0.125mm rund 2h brauchen.

Save Build File klicken.

Links

Beispiele

  • Baubrett

Optional: Raft (Bodenplatte) aus GCode rausschneiden

Hinweis: Ein Raft ist trotz Heizplatte eine empfehlenswerte Sache (um Unebenheiten auszugleichen und guten Halt auf der Platte zu gewährleisten).

  • Raft (Bodenplatte, idR 2 Layer) aus GCode rauschneiden, z.B. mit chylld's de-rafter v2.7
  • Den neuen GCode ohne Raft am besten nochmal kurz mit Axon angucken, ob alles passt.

Schritte: chylld's de-rafter starten, bfb Datei wählen, “Remove Raft” mit Erfahrungswert von 2 Layern auswählen und De-Raft klicken.
Nun wieder Axon 2 starten, mittels “Load Buildfile” das frische _deraft.bfb öffnen und schauen ob alles gut ausschaut.

Links

Objekt in GCode kompilieren (f. Linux) (3)

Benötigt:

Schritte:

  • STL File in KISSlicer öffnen
  • richtigen Drucker und Material Auswählen (BFB RepMan, PLA bzw. ABS)
  • gegf. Einstellungen tätigen (Qualität, Raft, Temperatur, …)
  • Slice
  • Save, damit wird das benötigte BFB file erzeugt.

TODO: Erfahrungswerte mit Druckeinstellungen einfügen!

Vorbereitung (5)

Vorbereitung

  1. BFB Datei auf SD Karte kopieren und in den RepRap schieben
  2. Sicher stellen das RepRap freigeräumt ist und sich der ABS Schlauch nicht verheddern wird.
  3. Heizung (Labornetzteil: 15v / 3a) und RepRap anschalten,
  4. Menü Print File

Alle 5-15 Minuten nachschauen (6)

  1. Alle 5-15 Minuten nachschauen ob und sicherstellen dass
    • der Extruder(Druckkopf) klar kommt und
    • der ABS Schlauch sich nicht verspult.
  2. Wenn der Reprap zu Ende gedruckt hat sollte man die Heizplate via Labornetzteil ausschalten und 10 Minuten warten bevor man das Modell abnimmt, da es sich sonst verformen kann (und wird).
    • Den RepRap kann man dabei auch gleich noch ausschalten, da er sonst sinnlos viel Plastik verdruecken wird, bis ihn jemand anders mal ausschaltet…

Dein Erstes Mal?

Wenn Du magst, kannst Du den

  • 9r,
  • iggy,
  • sepi,
  • ssc,
  • schneider,
  • Andi,
  • chris007, oder
  • Andz

fragen. Diese® wird Dir sicher gern mit Rat und Tat zur Seite stehen - Krisensituationen wie heisse Pizza oder kaltes Soup.io ausgenommen ;-)

Kosten

Bitte pro 10g ABS Schlauch einen Euro in die Laborkasse legen. Bei regelmäßiger Nutzung ist es sinnvoll den eigenen Verbrauch unter reprapverbrauchmaterial (intern) zu protokollieren und sobald ein überweisenswerter Betrag erreicht ist diesen mit dem Betreff “reprapnutzung $nick” auf das Vereinskonto zu überweisen. Danke

FAQ

  • Das Werkstück verzieht sich und löst sich während des Drucks von der Heizplatte ab > Temperatur der Heizplatte erhöhen (bereits von Beginn an!). Faustregel: Je voluminöser das zu druckende Modell, desto höher die Heizplattentemperatur.

* Wie heiß soll die Heizplatte eingestellt sein?

Das hängt in erster Linie vom verwendeten Material, von dem Volumen des zu druckenden Modells und von der Raumtemperatur ab. Erfahrungswerte: Handschellenschlüssel: ~75 °C, GoPro Halterung: ~100 °C
 
reprap/howto.txt · Last modified: 2013/11/10 12:41 by chris007